Archiv für August 2009

AbaKuZ e.V. enttäuscht – bisher keine Unterstützung durch die Stadtverwaltung

Pressemitteilung vom 04. August 2009

Die uns zugesicherte Unterstützung von Bürgermeister Elsässer war bisher heiße Luft. Die Enttäuschung unserer Vereinsmitglieder ist groß, erklärt Katalin Liebert, 1.Vorstand von AbaKuZ e.V. die aktuelle Situation des alternativen Kulturvereins, der sich seit Jahren auf der Suche nach Räumen für ein alternatives Kulturzentrum befindet.
Bereits im Januar 2009 fand ein Diskussionsgespräch zwischen Vertreten des Vereins und Bürgermeister Elsässer im Rahmen der Fernsehsendung „Südwild“ im bayerischen Rundfunk statt. In diesem Gespräch versprach Bürgermeister Elsässer Unterstützung bei der Raumsuche und auch die Vereinsmitglieder selbst sollten weiterhin die Augen nach leerstehenden Immobilien offen halten.

Dem Gespräch vorausgegangen waren zahlreiche Bemühungen des Vereins um Unterstützung durch Oberbürgermeister Herzog im Jahr 2008. Ein leer stehendes Vereinsheim in der Hanauerstraße, dass voraussichtlich 2012 abgerissen werden soll und für das deshalb keine weitere Vermietung vorgesehen ist, wollte der Verein gerne als Übergangsdomizil nutzen. Doch die Stadtverwaltung signalisierte, dass dafür Sanierungsarbeiten von mehreren tausend Euro nötig wären. Außerdem wurde ein monatlicher Mietpreis von 2.700€ veranschlagt. Unser Konzept sieht vor, dass wir bei unseren Veranstaltungen die Eintritts- und Getränkepreise so gering wie möglich halten, um auch Menschen mit geringen finanziellen Mitteln die Teilhabe an unseren Veranstaltungen zu ermöglichen. Das Angebot der Stadt Aschaffenburg war eine Farce und zeigt, dass bei den Stadtoberen scheinbar keinerlei Verständnis und Interesse an unserer ehrenamtlicher Arbeit besteht, die von vielen Aschaffenburgern gerne genutzt wird, äußert Katalin Liebert.

Am 10. Juni wandte sich AbaKuZ e.V. in einem Brief an Bürgermeister Elsässer. Darin listete der Verein auf, welche Maßnahmen in der Zwischenzeit auf der Suche nach Vereinsräumen getroffen worden sind. Da bislang leider keine passende Räumlichkeit gefunden werden konnten, wurde um ein weiteres Gespräch gebeten, in dem Bürgermeister Elsässer die Ergebnisse seiner Bemühungen in Abstimmung mit dem Liegenschaftsamt präsentieren möge.

Passiert ist seitdem nichts. Sechs Monate sind seit dem Interview vergangen und wir haben von Bürgermeister Elsässer nichts gehört. Dass aber nun nicht einmal eine Reaktion auf unseren Brief erfolgt, enttäuscht uns sehr, sagt Liebert.

Doch aufgeben will der Verein nicht und wartet weiter auf eine Reaktion. Dazu laufen die Vorbereitungen für ein vielfältiges Kulturprogramm für Herbst/Winter 2009. Verschiedene Konzerte und eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Krise und Kapitalismus“ sind in Planung. Des Weiteren wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Frage beschäftigt, wie der Verein zukünftig mit kreativen Aktionen auf sich aufmerksam machen könnte.

Katalin Liebert für den AbaKuZ e.V. am 04.08.2009