Konzept für ein Zentrum

Gründung eines alternativen, selbstverwalteten und unkommerziellen Kulturzentrums in AB, mit Räumen für Konzerte, Partys, kulturelle und politische Veranstaltungen

Lage
Das Zentrum sollte möglichst zentral liegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sein, – jedoch nicht inmitten eines Wohngebiets.
Raumbedarf:
Infoladen
Veranstaltungs- und Caféraum
Büroraum
Proberäume für Bands
Küche
Werkstatt
Sanitäre Anlagen
Gruppenraum
Außenbereich (Hof oder Garten)

Organisation / Selbstverwaltung

Die Trägerschaft übernimmt der Verein AbaKuz e.V
In einer regelmäßig stattfindenden Vollversammlung werden alle Entscheidungen in einem basisdemokratischen Verfahren (Konsens) getroffen, – hieran dürfen und sollen nach Möglichkeit alle Interessierten und Aktive teilnehmen. In der Vollversammlung werden Beschlüsse getroffen und die im Kulturzentrum anfallenden Arbeiten und deren Ausführung koordiniert.
Gestaltung und Betrieb
Das Leben im Zentrum entsteht durch die Menschen, die es aktiv nutzen und gestalten. Von Arbeitsgruppen, oder Einzelpersonen organisiert, soll das Zentrum ein Ort regelmäßiger öffentlicher Veranstaltungen sein. Die Verantwortung für den jeweiligen Betrieb übernimmt die veranstaltende Gruppe, oder Person. Diese sind der Vollversammlung rechenschaftspflichtig.
Egal ob Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Workshops, oder was auch immer der oder die Einzelne tun will – der individuellen Kreativität sind alle möglichen Freiheiten offen. Das Zentrum soll ein offener Raum sein und nicht auf eine spezielle Zielgruppe ausgerichtet.

Finanzierung:

Um als unkommerzielles und selbstverwaltetes Projekt auf Dauer bestehen zu können, ist es nötig, dass dieses finanziell auf eigenen Beinen steht. Nur dies gewährleistet die dauerhafte Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit von Institutionen wie Stadt, Kirche, etc.
Über Einnahmen durch öffentliche Veranstaltungen (insbesondere Konzerte), Spenden und Mitgliedsbeiträge sollen die anfallenden Kosten (Miete, Strom, Heizung, etc) gedeckt werden.
In der regelmäßig stattfindenden Vollversammlung werden finanzielle Ausgaben und Einnahmen diskutiert, und über Maßnahmen entschieden, wie fehlendes Geld aufgebracht werden kann, oder überschüssiges Geld eingesetzt wird. Das Thema Finanzen soll für alle transparent behandelt werden.

Prinzipien

Aktiv werden
Aktiv werden kann jede/jeder, der sich mit den Zielen des Vereins identifizieren kann. Ausgeschlossen hiervon sind z. Bsp: Nazis, RassistInnen und andere Anhänger, Mitglieder oder SympathisantInnen rechter Parteien/Organisationen.

Zusammenarbeit und soziale Verantwortung

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen und Personen soll auf gegenseitigem Respekt und Toleranz basieren. Wir verstehen das Zentrum als Ort sozialen Lebens. Dies bringt immer eine gewisse Verantwortung für die Einzelnen mit sich.
Als Verein AbaKuz wenden wir uns gegen jede Art von Diskriminierung, wie auf Grund von Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Sexualität, etc.
VeranstalterInnen und Mitglieder haben zu berücksichtigen, dass das AbaKuz kein Forum für Verbreitung diskriminierender, rassistischer, sexistischer, oder antisemitischer Inhalte bietet.
Das AbaKuz soll Raum für alle Menschen sein, in dem sich jede/r frei bewegen können soll. Unterdrückung, Bevormundung und Hierarchien erfahren wir in unserem Alltag genug. Im Zentrum wollen wir im Umgang untereinander darauf achten, dass wir dies vermeiden.

Unkommerziell

Das Zentrum, sowie alle darin stattfindenden Veranstaltungen sind auf unkommerzieller Grundlage. Das heißt, kein AbaKuz-Mitglied wird sich mit Veranstaltungen persönlich in finanzieller Hinsicht bereichern. Alle Einnahmen dienen zur Deckung der anfallenden Kosten. Über evtl. Überschüsse entscheidet die Vollversammlung.
Die Preisgestaltung für Eintritt und Getränke sind immer auf kostendeckender Basis zu kalkulieren. Grundsätzlich sollte versucht werden, die Preise so niedrig wie möglich zu halten.
Alle anfallenden Arbeiten werden von den Mitgliedern ehrenamtlich erledigt.